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TOC-Anwenderkonferenz 2026 · Rückblick

Focus. Flow. Future.

Wodurch wird die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens begrenzt, und wie richtet man es auf diesen Engpass aus? Gastgeber war ein Anwender: MEIKO in Offenburg.

11./12. Juni 2026MEIKO, OffenburgModeration: Claudia Simon
Vorträge

Was die Anwender berichtet haben

MEIKO, Endress+Hauser, SICK und LINK berichten aus der eigenen Einführung, dazu Impulse von Justin Roff-Marsh, der TOCICO und A-dato.

Begrüßung

Gastgeber MEIKO

Dr. Thomas Peukert · MEIKO Group, CEO

Rund 400 gleichzeitige Projekte als Anstoß

In seinem Grußwort berichtet Dr. Thomas Peukert, dass er bei einer Zählung auf rund 400 gleichzeitige Projekte gekommen sei. Daraus sei der Wunsch entstanden, Projekte anders zu behandeln. Dieser Ansatz sei im Unternehmen noch nicht vollständig umgesetzt. Er wünscht sich Erfahrungen aus der Praxis zu CCPM und den Teilnehmenden eine gelungene Anwendertagung.

Zusammenfassung des Vortrags, mit KI aus der Aufzeichnung erstellt

Unsere Schritte auf dem Weg zum nachhaltigen Erfolg

Wie MEIKO die Methode im Alltag verankert

Vincent Schmitt und Sebastian Fischer · MEIKO, Project Manager im PMO

Rückmeldequote von gut 85 % auf mindestens 95 %

Der Vortrag zeigt, wie MEIKO sein Projektportfolio mit Ansätzen der TOC steuert. Ausgangslage waren rund 400 Projekte ohne Nutzenbewertung und Ressourcenplanung, mit starkem Multitasking und immer längeren Projektlaufzeiten. Seit 2021 begrenzt das Multiprojektmanagement die Zahl der Projekte und richtet die Steuerung an Engpassabteilungen aus; Durchsatz und Projektperformance haben sich verbessert. Ein Schulungskonzept seit Januar 2023 verankert das Verständnis breit. Erinnerungen zur Rückmeldequote (zuvor knapp über 85 Prozent) brachten wenig; erst verpflichtende Stand-ups ab Januar 2024 führten in den Zielbereich von mindestens 95 Prozent.

Zusammenfassung des Vortrags, mit KI aus der Aufzeichnung erstellt

Mehr tun, weniger erreichen

Die sieben Fallen, die klug aussehen

Dr. Dietmar Spanke · Endress+Hauser

Sieben naheliegende Maßnahmen verbessern lokal statt am Engpass. Erst den Engpass suchen, dann handeln, und psychologische Sicherheit als Voraussetzung dafür, dass Probleme früh auf den Tisch kommen.

CCPM bei SICK

Ein Reisebericht

Dr. Tom Busche · SICK AG, Director R&D

Verzögerungsquote von 60–70 % auf 30–35 %

Tom Busche berichtet über die Einführung von CCPM beim Sensorhersteller SICK, die er als Reisebericht darstellt. Sie begann 2017 im Betriebsmittelbereich und wurde danach in drei Wellen auf den Cluster Industrial Sensing mit etwa einer Milliarde Euro Umsatz ausgeweitet. Als Ergebnis nennt er eine Verzögerungsquote (Slip Rate) bei Projekten von früher 60 bis 70 Prozent, die nach der Einführung bei 30 bis 35 Prozent liegt. Er räumt ein, dass noch viele Projekte rot sind, unter anderem weil zu optimistisch geplant wurde, und dass der Nutzen für das ganze Unternehmen begrenzt bleibt, solange nur Teilbereiche umgestellt sind. Seine Empfehlung: im Kleinen starten, den Nutzen nachweisen und CCPM mit anderen Methoden wie Agilität verbinden.

Zusammenfassung des Vortrags, mit KI aus der Aufzeichnung erstellt

Über Umwege zur erfolgreichen Nutzung der TOC

Jürgen Witzendorff · LINK GmbH, Geschäftsleiter

Von 63 Projekten auf sechs gleichzeitig

Jürgen Witzendorff, Geschäftsleiter der LINK GmbH mit rund 120 Mitarbeitern, berichtet offen über fünf Jahre TOC-Einführung. Der Start verlief nicht sofort erfolgreich, da ERP-Einführung, Corona und Lieferkettenprobleme das Thema bremsten. Gegen das Gefühl, zu viel gleichzeitig zu tun, reduzierte LINK die Liste von 63 Projekten über eine Übergangsphase auf eine Zielregel von drei Kunden-, zwei Produkt- und einem Organisationsprojekt, gesteuert über kurze Termine am Montag und Donnerstag. Projekte werden per Bewertungsmatrix priorisiert. Entscheidend sind für ihn Fokus, Schulung, Kommunikation und tägliche Aufmerksamkeit des Managements; Kennzahlen will LINK noch einführen.

Zusammenfassung des Vortrags, mit KI aus der Aufzeichnung erstellt

TOC in Government

Guido Bacharach · TOCICO GovSIG

Ein Puffer für den öffentlichen Haushalt

Guido Bacharach stellt Ergebnisse der TOCICO-Gruppe „TOC in Government“ vor, die die Theory of Constraints auf Regierungen und Verwaltung überträgt. Nach rund zwei Jahren Arbeit formulierte das Team als Ziel, die Lebensqualität jedes Bürgers nachhaltig zu steigern. Für den Haushaltskonflikt schlägt es einen „Budgeting Buffer“ vor: Planbare Ausgaben wie Gehälter werden festgeschrieben, nicht benötigte Mittel fließen in einen Puffer. Offen bleiben geeignete Messgrößen und Datenquellen. Die Gruppe sucht Praxispartner für erste Tests.

Zusammenfassung des Vortrags, mit KI aus der Aufzeichnung erstellt

The Clockspeed Manifesto

per Video aus Kalifornien

Justin Roff-Marsh · Ballistix

Höchstens drei Aufgaben je Mitarbeiter gleichzeitig

Justin Roff-Marsh vertritt in seinem Vortrag „The Clockspeed Manifesto“, dass Organisationen ihre Geschwindigkeit maximieren statt ihre Kosten minimieren sollten. Am Beispiel einer Formel-1-Boxencrew mit 22 Mitgliedern zeigt er, dass eine Auslastung von nur rund 2,2 Prozent sinnvoll ist, weil Bereitschaft Schutzkapazität darstellt. Er beschreibt, wie Kostensenkung diese Kapazität aushöhlt und in Chaos führen kann. Als Ausweg nennt er drei Schritte: Chaos beseitigen, die Organisation neu denken und Geschwindigkeit priorisieren. Dazu gehört unter anderem, jedem Mitarbeitenden höchstens drei Aufgaben gleichzeitig zuzuweisen.

Zusammenfassung des Vortrags, mit KI aus der Aufzeichnung erstellt

How AI is shifting the constraint

Vom Informations- zum Entscheidungsengpass

Ad Vermeulen und Franz Nowak · A-dato und VISTEM

Der Engpass wandert von der Information zur Entscheidung

Ad Vermeulen (A-dato) und Franz Nowak (VISTEM) erläutern, dass sich durch KI der Engpass von der Informationsbeschaffung hin zur Entscheidungsfindung verschiebt. Gezeigt wird ein KI-Board, in dem Anwender per natürlicher Sprache Auswertungen erstellen, etwa zur Frage, welche Fähigkeit die Pufferwiederherstellung beeinflusst, sowie Szenarien für die Multiprojektplanung. Im Gespräch wird Wildwuchs bei Auswertungen als Herausforderung genannt. Ein weiteres Beispiel beschreibt faktenbasierte Diskussionen im Management, die schon ohne KI durch Ressourcenplanung möglich wurden. Fazit: Knappe Ressourcen, konkurrierende Prioritäten und schwierige Entscheidungen bleiben, und das Management muss weiterhin entscheiden.

Zusammenfassung des Vortrags, mit KI aus der Aufzeichnung erstellt

Introducing LYNX X

From Project Data to Better Decisions

Ad Vermeulen · A-dato

Ad Vermeulen, Geschäftsführer von A-dato, stellt LYNX X vor, die neue Generation der CCPM-Projektsoftware LYNX. Er skizziert die Entwicklung seit 2012 mit Funktionen wie Ressourcenmanagement, Szenarioplanung, Kanban-Boards mit Jira-Anbindung und Pufferverwaltung. Laut Vermeulen soll LYNX X einfacher bedienbar sein und auch bei Projekten mit mehr als 500 Aufgaben leistungsfähig bleiben. Hinzu kommen KI-gestützte Auswertungen und eine KI-Unterstützung für Integrationen. In der Fragerunde erläutert er, dass LYNX X und der bisherige Scheduler dieselbe Datenbank nutzen und sich parallel einsetzen lassen, sodass ein Umstieg schrittweise möglich ist.

Zusammenfassung des Vortrags, mit KI aus der Aufzeichnung erstellt

Organisationale Singularität

Workshop

Franz Nowak · VISTEM

KI verschiebt den Engpass von der Ausführung zum Urteilsvermögen. Im Workshop bestimmten die Teilnehmenden ihren eigenen Engpass und den Arbeitsablauf, der als Erstes umgestellt werden sollte.

Außerdem im Programm

Simulation, Open Space und Austausch

Glasperlenspiel

Die Simulation am Tisch, begleitet von Vincent Schmitt und Sebastian Fischer.

MEIKO Experience Center

Einblick in die Geschichte des Gastgebers.

Open Space

Am zweiten Tag zu den Themen der Teilnehmenden.

Get Together

Austausch am Abend bei MEIKO.

Eindrücke

Zwei Tage bei MEIKO

Unterlagen

Folien zum Herunterladen

Die Folien der Vortragenden als PDF, so wie sie den Teilnehmern ausgehändigt wurden.

Nächste Anwenderkonferenz

30. September und 1. Oktober 2027

Zwei Tage, an denen Anwender aus ihren Unternehmen berichten und miteinander an ihren Fragen arbeiten. Der Ort folgt. Wer dabei sein möchte, als Gast oder mit einem eigenen Bericht, meldet sich bei uns; wir geben Bescheid, sobald die Anmeldung offen ist.

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